Die Hochwasservorsorge und der Gewässerschutz sind gleichermaßen mit der Siedlungsplanung der Gesellschaft und ihrer zahlreichen Wirtschaftstätigkeiten verbunden. Diese Aktivitäten haben bis heute zu einer immer stärkeren Inanspruchnahme der Ressource Wasser geführt. Mit dem Schutz der Gewässer folgt man daher in bestem Sinne dem Prinzip einer nachhaltigen Wirtschaft.

Wasser kann auch zur Gefahr werden, z.B. wenn unkontrollierbare Niederschlagsabflüsse und Sturmfluten unseren Lebensraum bedrohen. Wir sind jedoch den Urgewalten und Zufälligkeiten des Wetters nicht hilflos ausgesetzt. Die Möglichkeiten moderner Ingenieurarbeit rund um die Gewässerplanung sind vielfältig. Der heutige Entwicklungsstand der Technik umfasst eine große Zahl von Berechnungs- und Simulationsmodellen für die Wasserwirtschaft und den Wasserbau. Der technische Stand der elektronischen Datenverarbeitung bietet die Möglichkeit, die Wasserbewegung im Boden sowie auf der Erdoberfläche unter Berücksichtigung aufgezeichneter Niederschlagsdaten rechnerisch nachzuvollziehen. Im Ergebnis wird durch qualifizierte Ingenieurarbeit ein bedarfsgerechter Einsatz von technischen Aufwendungen bei Projekten des Hochwasser- und Gewässerschutzes erreicht.

Hochwasserschutz - Seit Jahrhunderten versucht sich der Mensch vor der Gewalt anschwellender Flüsse zu schützen und reguliert natürliche Wassersysteme zu seinem Nutzen. Allerdings erleben wir immer häufiger, dass Vorfluter bei Starkregenereignissen ihre Kapazitätsgrenze erreichen bzw. überschreiten.

Inzwischen ist die Hochwasserprophylaxe im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) verankert. Die Vermeidung einer Erhöhung des bereits eingetretenen Versiegelungsgrades der Geländeoberfläche steht dabei im Vordergrund. Nutzflächen sollen durchlässig gestaltet oder mit einer dezentralen Abflussrückhaltung versehen werden. Es gilt, einer durch die ungedämpfte Niederschlagsableitung bedingten Abflussverschärfung durch sinnvolle Maßnahmen entgegen zu treten, um die in den letzten Jahren immer wieder spektakulär in Erscheinung getretene Hochwassergefahr einzudämmen.
 
 

Gewässerschutz - Alle vom Menschen genutzten Wässer, unabhängig von der Art ihrer Nutzung, kehren früher oder später in die Natur, d.h. im ersten Schritt in Fliessgewässer oder ins Grundwasser, zurück. Durch deren Verschmutzung kann eine Gefährdung für die menschliche Gesundheit wie auch eine Schädigung der Umwelt hervorgerufen werden.

Der Gewässerschutz umfasst die Gesamtheit der Bestrebungen, die Gewässer (Oberflächengewässer und das Grundwasser) vor nachteiligen Veränderungen zu schützen. Die Ziele sind dabei

Eine der wichtigsten Vorschriften zur Daseinsvorsorge in diesem Bereich ist die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union (EU). Die EU legt einen umfassenden Rahmen für den Schutz und die Bewirtschaftung der Gewässer fest. Die Rahmenrichtlinie behandelt die Identifizierung der europäischen Gewässer und ihrer Merkmale für Einzugsgebiete und Flussgebietseinheiten, regelt die Verabschiedung von Bewirtschaftungsplänen und Veranlassung von Programmen für dem jeweiligen Wasserkörper angepasster Maßnahmen.
 
 

Naturnaher Gewässerausbau - Bei Hochwasserschutzmaßnahmen ist in den meisten Fällen ein Ausbau von Gewässerabschnitten erforderlich, um die notwendige Abflussleistung, Erosionssicherheit oder Speicherfähigkeit zu erreichen. Beim heute angestrebten naturnahen Gewässerausbau werden Maßnahmen initiiert, die eine nachhaltige Sicherung des Naturhaushaltes im Hinblick auf das Ökosystem Fließgewässer bewirken. Es gilt dabei einen Lebensraum zu entwickeln, der aus den unterschiedlichen Faktoren, wie Naturraum, Topographie, Geologie und Nutzung bestimmt wird. Dabei sind Hochwasserschutz und Naturschutz in Einklang zu bringen.

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